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Karpathos
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Karpathos (griechisch ÎÎŹÏÏÎ±ÎžÎżÏ [] (f. sg.), tĂŒrkisch Kerpe, italienisch Scarpanto, lateinisch Carpathus) ist eine griechische Insel. Sie ist mit 300,152 kmÂČcite-ref-2[2] nach Rhodos die zweitgröĂte Dodekanes-Insel. Seit 2011 bildet die Insel mit der Insel Saria und weiteren Felseninselchen eine Gemeinde in der Region SĂŒdliche ĂgĂ€is. Nach der VolkszĂ€hlung von 2011 hatte Karpathos 6226 Einwohner. Hauptort ist Karpathos, frĂŒher auch Pigadia genannt.
In einigen Dörfern auf der Insel â vor allem in Olymbos â wird bis heute ein neugriechischer Dialekt gesprochen, der sich, wie das Tsakonische, aus dem Dorischen und nicht wie fast alle anderen Dialekte in Griechenland aus der KoinĂ© entwickelt hat.
Contents
âą Lage
âą Geschichte
âą Karpathos-Stadt
âą AfiĂĄrti
âą Pyles und Adia
âą Menetes
âą VolĂĄda
âą Othos und Stes
âą Spoa
âą Natur
âą Naturschutz
âą Wirtschaft
âą Tourismus
âą Verkehr
âą Flugverkehr
âą FĂ€hrverkehr
âą StraĂenverkehr
âą Kunst und Kultur
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Lage
Karpathos liegt auf dem östlichen SĂŒdĂ€gĂ€ischen Inselbogen, der die GebirgszĂŒge der Peloponnes mit dem Taurusgebirge in der sĂŒdwestlichen TĂŒrkei verbindet und gleichzeitig die Grenze der ĂgĂ€is zum Mittelmeer darstellt. Nachbarinseln sind Rhodos, 46 km nordöstlich, und Kasos, 6 km sĂŒdwestlich, sowie im Norden, getrennt durch eine knapp 100 m breite und ca. 1,5 m tiefe Meerenge, das Eiland Saria.
Die gröĂte LĂ€nge hat die Insel mit etwa 48 km in Nord-SĂŒd-Richtung, die maximale Breite erreicht fast 12 km, die schmalste Stelle weniger als 3,5 km. Ein kahler, teilweise mit Kiefern bewaldeter Bergzug durchzieht die Insel von Norden bis zur Mitte der Insel. WĂ€hrend im Norden Höhen ĂŒber 600 m erreicht werden, steigt die Kali Limni (ÎαλΟ ÎÎŻÎŒÎœÎ·) im zentralen Inselbereich auf eine Höhe von 1.215 m an, zusammen mit dem Attavyros auf Rhodos die höchste Erhebung der Dodekanesinseln. SĂŒdlich davon wird es zunĂ€chst hĂŒgeliger, im Ă€uĂersten SĂŒden ist es flach. Ein groĂer Teil der einst ĂŒppigen Bewaldung fiel mehreren verheerenden WaldbrĂ€nden zum Opfer.
Geschichte
Die erste Besiedelung Karpathosâ begann bereits in der Epoche der Jungsteinzeit.
Bedingt durch die geografische Lage zwischen Kreta und den Dodekanes-Inseln entwickelte sich Karpathos in der mittel- und spĂ€tminoischen Zeit (ca. 2000 bis 1400 v. Chr.) ĂŒberdurchschnittlich. Die kretischen Minoer wurden etwa ab 1400 v. Chr. durch die mykenischen Griechen als Inselbewohner ergĂ€nzt.
Ab vermutlich dem 11. Jahrhundert v. Chr. ĂŒbernahmen die Dorer die Herrschaft ĂŒber Karpathos. Die Insel erlebte darauf folgend eine regelrechte BlĂŒtezeit. Es entstanden die vier StĂ€dte Poseidion (heute Karpathos), Arkesia (heute Arkasa), Vrykous (heute Vourgunda) und Nisyros (heute Ta Palatia, Saria), weshalb der Schriftsteller Strabon die Insel auch Tetrapolis (VierstĂ€dteinsel) nannte.
Möglicherweise wurde die Insel im 6. Jahrhundert v. Chr. zeitweise von den Persern besetzt. Jedenfalls schloss sich Karpathos 477 v. Chr. dem 1. Attischen Seebund an, einem VerteidigungsbĂŒndnis gegen Persien unter der FĂŒhrung Athens.
WĂ€hrend des Peloponnesischen Kriegs (431 bis 404 v. Chr.), ausgetragen zwischen dem von Athen gefĂŒhrten 1. Attischen Seebund und dem Peloponnesischen Bund unter der FĂŒhrung Spartas, stand Karpathos vorerst auf der Seite Athens, wechselte jedoch, als sich die Niederlage Athens abzeichnete, die Front. Nur wenige Jahre spĂ€ter geriet Karpathos unter die AbhĂ€ngigkeit von Rhodos und folgend wieder unter die Herrschaft Athens, so dass Karpathos im Jahr 378 v. Chr. dem 2. Attischen Seebund beitreten musste.
Nach der Niederlage Athens bei der Schlacht von Chaironeia im Jahr 338 v. Chr. gegen den makedonischen König Philipp II. und seinen Sohn Alexander den GroĂen endete vorerst die politische Bindung der Insel zu Athen und dem griechischen Festland. Karpathos geriet unter den Einfluss des Hellenismus und wurde 42 v. Chr. ins römische Reich eingegliedert.
Nach der römischen Reichsteilung von 395 fiel Karpathos unter die Herrschaft des Oströmischen Reichs (das sich spĂ€ter zum Byzantinischen Reich entwickelte). Da Karpathos geografisch nur am Rande dieses Reichs und dessen Hauptstadt Konstantinopel lag, war dessen Einfluss auf die Insel eher gering. DafĂŒr litt die Inselbevölkerung in den nĂ€chsten Jahrhunderten unter den PiratenĂŒberfĂ€llen, vor allem ausgehend von den Sarazenen. Diese ĂberfĂ€lle bewirkten, dass die Inselbewohner ihre Siedlungen an den KĂŒsten verlieĂen und im Inselinneren neue Dörfer grĂŒndeten (so wurden die Fluchtsiedlungen Olymbos, Menetes, Aperi, Volada und Othos erbaut).
Mit der Eroberung und PlĂŒnderung Konstantinopels durch die Kreuzritter im Jahr 1204 wurde auch das Byzantinische Reich zerschlagen und dessen Gebiet neu aufgeteilt. Karpathos ging in den Besitz reicher Venezianer ĂŒber und erhielt den italienischen Namen Scarpanto, mit dem es in dieser Sprache noch heute bezeichnet wird.
Im Jahr 1537 wurde Karpathos ins Osmanische Reich einverleibt und blieb folgend fast 400 Jahre in tĂŒrkischem Besitz. Offiziell erhielt die Insel den Namen Kerpe. Der Einfluss der Osmanen auf die Insel blieb jedoch eher gering, die gröĂte Bedrohung der Bewohner ging weiterhin von den Piratenangriffen aus.
WĂ€hrend des Griechischen UnabhĂ€ngigkeitskrieges (1821â1829) wurde Karpathos bereits 1823 aus der tĂŒrkisch-osmanischen Herrschaft entfernt und Teil der sich neu formierenden unabhĂ€ngigen griechischen Republik. Durch den Beschluss des Londoner Protokolls musste jedoch Griechenland 1830 die Dodekanes-Inseln im Tausch mit Euböa wieder dem Osmanischen Reich abtreten.
Die tĂŒrkische Herrschaft dauerte bis zum Mai des Jahres 1912. Gegen Ende des Italienisch-TĂŒrkischen Kriegs eroberten die Italiener bei nur noch geringem tĂŒrkischem Widerstand Karpathos und weitere Dodekanes-Inseln. Die Hoffnung der Inselbewohner auf Freiheit bzw. Vereinigung mit dem griechischen Festland erfĂŒllte sich jedoch nicht, da Italien fortan die eroberten Inseln mit harter Hand als eigene Provinz verwaltete.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ab 1943 die italienische Provinzverwaltung auf Karpathos durch Besatzungstruppen der deutschen Wehrmacht ergĂ€nzt. Durch die sich abzeichnende Niederlage Nazi-Deutschlands erfolgte am 4. Oktober 1944 der Abzug der italienisch-deutschen Besatzung. Die Insel wurde vorĂŒbergehend unter britische Verwaltung gestellt, ehe am 7. MĂ€rz 1948 Karpathos wie auch die weiteren Dodekanes-Inseln mit Griechenland vereinigt wurden.
Am 23. Mai 2006 kollidierten in der NĂ€he der Insel ein griechisches und ein tĂŒrkisches Kampfflugzeug vom Typ F-16 âFalconâ bei einem Abfangmanöver.cite-ref-3[3] Griechenland beansprucht einen nationalen Luftraum mit einer Breite von 16 Kilometern jenseits der eigenen KĂŒstenlinien. Die TĂŒrkei erkennt aber nur zehn Kilometer an, was der Breite der nationalen Seegebiete entspricht. Ein Jahr spĂ€ter wurde in der Stadt Karpathos in der NĂ€he des Hafens ein Denkmal fĂŒr den von der Insel stammenden getöteten griechischen Piloten errichtet. Wegen Konflikten in der ĂgĂ€is standen Griechenland und die TĂŒrkei seit 1974 bereits drei Mal am Rande eines Krieges.
Verwaltungsgliederung
Nach dem Anschluss an Griechenland 1947 war die Insel Karpathos kurzfristig in zehn Gemeinden (Dimi ÎŽÎźÎŒÎżÎč) untergliedert. Im folgenden Jahr erhielten mit Ausnahme Pigadias die ĂŒbrigen Gemeinden den Status von Landgemeinden (Kinotites ÎșÎżÎčΜÏÏηÏΔÏ). Mit der Umsetzung des Kapodistrias-Programms 1997 erfolgte die Eingliederung von acht Landgemeinden zur Stadtgemeinde Karpathos. Die Landgemeinde Olymbos behielt ihren Status. Durch die Verwaltungsreform 2010 wurden die ehemaligen Gemeinden der Insel zur neuen Gemeinde Karpathos (ÎÎźÎŒÎżÏ ÎαÏÏΏΞοÏ
Dimos Karpathou) zusammengelegt. Verwaltungssitz ist die Stadt Karpathos. Die bisherigen Gemeinden bilden Gemeindebezirke, die ehemaligen Gemeindebezirke sind Ortsgemeinschaften mit Ausnahme des Stadtbezirks Karpathos. Sie wÀhlen eigene lokale Vertretungen.
| Gemeindebezirk | griechischer Name | Code | FlĂ€che (kmÂČ) | Einwohner 2001 | Einwohner 2011 | Stadtbezirke / Ortsgemeinschaften (ÎÎ·ÎŒÎżÏÎčÎșÎź / ΀οÏÎčÎșÎź ÎÎżÎčΜÏÏηÏα) | Lage |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Karpathos | ÎÎ·ÎŒÎżÏÎčÎșÎź ÎΜÏÏηÏα ÎαÏÏΏΞοÏ
| 620101 | 219,925 | 5750 | 5670 | Karpathos , Aperi , Arkasa , Volada , Menetes , Mesochori , Othos , Pyles , Spoa | |
| Olymbos | ÎÎ·ÎŒÎżÏÎčÎșÎź ÎΜÏÏηÏα ÎλÏÎŒÏÎżÏ
| 620102 | 103,905 | 0 761 | 0 556 | Olymbos | |
| Gesamt | Gesamt | 6201 | 323,830 | 6511 | 6226 | | |
SehenswĂŒrdigkeiten
Karpathos-Stadt
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Hauptartikel
:
Karpathos (Stadt)
Hauptort der Insel, frĂŒher auch Pigadia genannt.
AmopĂ und LakkĂ
Durch die groĂe Anzahl flach abfallender Sand- und KiesstrĂ€nde gilt AmopĂ als beliebter Badeort. Dazu herrscht an der sĂŒdöstlichen KĂŒste von Karpathos auch ein heiĂeres und trockeneres Klima als an anderen KĂŒstenregionen der Insel. Die touristische Infrastruktur entwickelte sich in AmopĂ deshalb in den vergangenen Jahren ĂŒberdurchschnittlich schnell und hat sich bereits auf die knapp zwei Kilometer entfernte kleine Siedlung LakkĂ ausgeweitet.
Als SehenswĂŒrdigkeit gilt die schneeweiĂe, auf der Anhöhe einer ins Meer hinausragenden Halbinsel erbaute Agii ApĂłstoli (Apostelkirche). In LakkĂ thront auf einem Felsen die Agios GeĂłrgios (Georgskirche).
Lange vor der eigentlichen touristischen Vermarktung galt AmopĂ als Kurort fĂŒr Rheumakranke. Dabei wurden vormittags im Sand Gruben ausgegraben, welche sich bis zum Nachmittag aufheizten. Folgend legten sich die Patienten hinein und lieĂen sich bis zum Hals vom Sand zudecken. Der Name der nördlichsten Sandbucht MikrĂ AmopĂ (dt. kleine Sandgrube) erinnert noch heute an diese Kur- und Heilmethode.
SĂŒdlich der MikrĂ AmopĂ folgt der mit besonders feinem Sand ausgestattete PĂ©rana-Strand, weiter sĂŒdlich hinter dem Felsen mit der Agii ApĂłstoli liegt der VotsalĂĄkia-Strand (dt. Kieselsteinchen), wobei der Name auch die Sandbeschaffenheit umschreibt. Weiter sĂŒdlich folgt der Kiesstrand der LakkĂ Beach und hinter einer ins Meer ragenden Felsnase die KastĂ©llia-Bay.
AfiĂĄrti
AfiĂĄrti liegt im Ă€uĂersten SĂŒden der Insel. Die felsige Landschaft ist nur karg bewachsen und mit den wenigen vereinzelt erstellten HĂ€usern nur dĂŒnn besiedelt. Diese freie FlĂ€che ermöglichte jedoch 1970 den Bau des Flughafens, welcher 1986 ausgebaut und modernisiert wurde.
Durch die im Sommer stĂ€ndig von den Bergen herabwehenden Winde wurde die östliche Meeresbucht um AfiĂĄrti, die MakrĂœs GialĂłs, in den 90er-Jahren von Windsurfern entdeckt. Karpathos bzw. eben AfiĂĄrti ist auch regelmĂ€Ăig Austragungsort internationaler Windsurfwettbewerbe.
Weiter nördlich liegt die windgeschĂŒtzte Badebucht DiamatrĂa mit ihrem recht steinigen Strand. Der Bucht vorgelagert liegt das kleine Inselchen MĂra (dt. Schicksal), welches jedoch von einer fĂŒr Schwimmer nicht ungefĂ€hrlichen Strömung umgeben ist.
Einen besonderen Mythos umgibt die nordöstlich des Flughafens gelegene Höhle des Agios MinĂĄs. Hier soll einst ein Eremit in seiner selbst in den Fels geschlagenen feuchten Höhle gehaust haben. Etwas neueren Datums ist das Wrack eines gestrandeten tĂŒrkischen Frachters, welches vor der Bucht liegt (Cape LĂki) und dessen zu aufwĂ€ndige Bergung unterlassen wurde.
Arkasa und FinĂki
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Hauptartikel
:
Arkasa
Arkasa liegt an der sĂŒdlichen WestkĂŒste gegenĂŒber der Insel Kasos.
Das kleine Fischerdorf FinĂki liegt rund 3 Kilometer nördlich von Arkasa. Zur Zeit der Dorer befand sich hier der Hafen der Stadt ArkesĂa.
Nach Abzug der italienisch-deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg fiel wĂ€hrend der groĂen Hungersnot 1944 dem Dorf FinĂki eine besondere Rolle zu. Sieben Fischer segelten von hier mit einem kleinen Boot ohne Funk und Kompass nach Ăgypten, um Hilfe zu holen. Bereits eine Woche spĂ€ter kehrten sie an Bord britischer Kriegsschiffe heim und brachten Nahrungsmittel und Medikamente fĂŒr die notleidende Bevölkerung mit. Ein Denkmal am Hafen von FinĂki erinnert an ihre Heldentat.
Pyles und Adia
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Hauptartikel
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Pyles
Menetes
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Hauptartikel
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Menetes
Apéri und Kyra Panagia
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Hauptartikel
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Aperi
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Hauptartikel
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Kyra Panagia (Karpathos)
VolĂĄda
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Hauptartikel
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Volada
Othos und Stes
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Hauptartikel
:
Othos
Westlich von Othos befindet sich die AuĂensiedlung Stes. Dessen Zentrum bildet die kleine Agios-PandeleĂmonas-Kirche, auffallend durch ihre rot-blau-gelbliche AuĂenbemalung. Das Patronat des Kirchenheiligen wird jeweils vom 27. bis 29. Juli mit einem groĂen Volksfest gefeiert.
Mesochori und Lefkos
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Hauptartikel
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Mesochori (Karpathos)
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Hauptartikel
:
Lefkos
Spoa
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Hauptartikel
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Spoa
Olymbos und Diafani
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Hauptartikel
:
Olymbos
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Hauptartikel
:
Diafani
Bucht von VourgoĂșnda
An der Bucht von VourgoĂșnda (ÎÏÎŒÎżÏ ÎÎżÏ
ÏγοÏΜÏαÏ) befand sich einst in der Epoche der Dorer die blĂŒhende Stadt BrykoĂșntos. Noch heute sind oberhalb der Bucht auf der Hochebene einige wenige antike SĂ€ulen und Reste der einstigen Stadtmauer erkennbar. Die Bucht ist auf dem Landweg nur zu FuĂ von AvlĂłna her oder mit dem Boot erreichbar.
An der Spitze der westlichen Landzunge, auch vom Meer aus gut sichtbar, steht ein Kreuz mit einer Glocke, welches den Weg hinab zum engen Eingang der Höhlenkirche des Agios Ioannis Prodromos (ÎÎłÎčÎżÏ ÎÏÎŹÎœÎœÎ·Ï Îż Î ÏÏÎŽÏÎżÎŒÎżÏ) weist, mit einem frĂŒhchristlichen Taufbecken aus Marmor. Zu Ehren des Heiligen Johannes dem TĂ€ufer steigt jeweils am 28. auf 29. August ein groĂes Volksfest.
Natur
Naturschutz
Auf Karpathos wurden zwei Gebiete mit dem angrenzenden Meeresgebiet in das Natura-2000-Netz der EuropÀischen Union aufgenommen. In beiden Gebieten leben Lykische Salamander und Mittelmeer-Mönchsrobben.
âą GR 4210002 Zentral Karpathos-Lasthos-Kyra Panagia & KĂŒsten- und Meereszone (ÎΔΜÏÏÎčÎșÎź ÎÎŹÏÏαΞοÏ-ÎαÏΞÏÏ-ÎÏ
ÏÎŹ Î Î±ÎœÎ±ÎłÎčÎŹ & ΠαÏÎŹÎșÏÎčα ÎαλΏÏÏÎčα ÎÏΜη)cite-ref-4[4]
âą GR 4210003 Nord Karpathos und Sariacite-ref-5[5]
Neben dem Natura-2000-Gebiet Kimolos-Polyegos ist das Natura-2000-Gebiet GR 4210003 Nord Karpathos und Saria (ÎÏÏΔÎčα ÎÎŹÏÏÎ±ÎžÎżÏ ÎșαÎč ΣαÏία) von nationaler und internationaler Bedeutung als Wurf- und Aufzuchtgebiet fĂŒr Mittelmeer-Mönchsrobben. Ăber 10 % der Mittelmeer-Mönchsrobben-Population weltweit leben in diesen Gebieten.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] Gleichzeitig wurde es von der Vogelschutzorganisation BirdLife International als IBA GR 172 Saria Island and Northern Karpathos (ÎÎźÏÎżÏ ÎŁÎ±Ïία ÎșαÎč ÎÏÏΔÎčÎżÏ ÎÎŹÏÏαΞοÏ)cite-ref-8[8] eingestuft, weil Habichtsadler (Hieraaetus fasciatus) und Blaumerle (Monticola solitarius), beide auf der Roten Liste der IUCN gefĂŒhrt, hier ihre LebensrĂ€ume haben.
Wirtschaft
Tourismus
Durch den Fremdenverkehr gewinnen neben der Stadt Karpathos auch Orte wie Lefkos an der WestkĂŒste, Amopi und Arkasa im InselsĂŒden und Kyra Panagia an der OstkĂŒste zunehmend an Bedeutung.
Der sĂŒdliche Teil der Insel ist bei Windsurfern wegen seiner guten Windstatistik und hohen WindstĂ€rke beliebt. Der Meltemi wird durch die lokale Topographie noch verstĂ€rkt und blĂ€st im Sommer wochenlang ohne Pause Tag wie Nacht mit durchschnittlich 5â7 Bft und erreicht an manchen Tagen sogar 9 Bft. In der sogenannten âDevilâs Bayâ findet jeweils im August eine Speed-Windsurf-Konkurrenz statt.
Sehr umstritten ist momentan die in Planung befindliche Errichtung eines groĂen Golfplatzes zwischen Amopi und der Inselhauptstadt Karpathos. BefĂŒrworter sehen hier eine Möglichkeit fĂŒr eine ganzjĂ€hrige touristische Nutzung der Insel, Gegner fĂŒrchten um den Verlust der auch heute im Zeitalter des Massentourismus noch relativen UrsprĂŒnglichkeit der Insel.
Verkehr
Flugverkehr
Der Flughafen Karpathos am SĂŒdende der Insel wurde vergröĂert und ist seit Ende Juli 2009 in Betrieb. Die tĂ€glichen Verbindungen mit Athen, Rhodos und Kasos werden durch Olympic Air bedient, wĂ€hrend des Sommers ergĂ€nzen CharterflĂŒge das Angebot.
FĂ€hrverkehr
Zum Haupthafen Karpathos und nach Diafani bestehen Verbindungen von PirĂ€us ĂŒber die Kykladen, teilweise ĂŒber Kreta nach Rhodos. Aufgrund der schlechten Erreichbarkeit des Inselnordens wurde 1922 der Hafen von Diafani ausgebaut. ZusĂ€tzlich existieren Verbindungen fĂŒr den Verkehr innerhalb der Insel und zur nördlich gelegenen, heute unbewohnten Insel Saria.cite-ref-9[9]
StraĂenverkehr
WĂ€hrend im SĂŒden der Insel um den Hauptort Karpathos und den Flughafen und im zentralen Inselbereich die StraĂen relativ gut ausgebaut sind, existiert in den Nordteil der Insel keine durchgehend asphaltierte StraĂenverbindung. Die Schotterpiste nach Olymbos wurde erst in den 1980er Jahren angelegt; seit 2013 ist sie durchgehend asphaltiert. Bis dahin war der Inselnorden am besten zu Wasser ĂŒber den Hafenort Diafani zu erreichen.
Kunst und Kultur
Karpathos ist sowohl in der Einstellung als auch kulturell konservativ. Viele Traditionen, die im Rest Griechenlands verschwunden sind oder nur noch als Teil der Folkloredarbietungen existieren, haben auf Karpathos ĂŒberlebt.
Die Hauptkunstformen sind Musik und Poesie oder eine Kombination der beiden, die Mandinades genannt werden. Eine Mandinada besteht aus Versen mit 15 Silben, die als Couplet zusammengefĂŒgt werden. Das Traditionsbewusstsein der Insel zeigt sich nicht zuletzt auch darin, dass selbst junge Leute bis heute das Musizieren auf der Lyra pflegen.
Ethnologen behaupten auch, dass der Pano Choro, ein einfacher Tanz, eine eigenstÀndige Variante des Syrtos ist, der nur auf Karpathos vorkommt.
Literatur
âą Georgios Pelidis: Lâisola di Scarpanto fra Veneziani e Ottomani: un tentativo di sottomissione al Sultano (1523), in: Thesaurismata 29 (1999) 163â186.
âą Antje Schwab, Gunther Schwab: Karpathos. Michael MĂŒller, Köln 2010, ISBN 978-3-89953-537-2.
Weblinks
Commons
: Karpathos
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Offizieller Webauftritt der Gemeinde
âą Allgemeine Informationen ĂŒber Karpathos. ĂgĂ€is-Portal (englisch)
âą Allgemeine Infoseite ĂŒber Karpathos
Einzelnachweise
cite-note-vz2011-11. Ergebnisse der VolkszĂ€hlung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ÎÎ.Σ΀Î΀) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
cite-note-22. â ÎλληΜÎčÎșÎź ÎŁÏαÏÎčÏÏÎčÎșÎź ÎÏÏÎź [ÎÎΣ΀Î΀] (Hrsg.): ÎŁÏαÏÎčÏÏÎčÎșÎź ÎÏΔÏηÏίΎα ÏÎ·Ï ÎÎ»Î»ÎŹÎŽÎżÏ (Statistical Yearbook of Greece) 2009 & 2010. PirĂ€us 2011, S. 47.
cite-note-44. â Natura-2000-Gebiet GR 4210002 Zentral Karpathos-Lasthos-Kyra Panagia & KĂŒsten- und Meereszone, griechisch minenv.gr (Memento des Originals vom 19. Dezember 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.minenv.gr
cite-note-55. â Natura-2000-Gebiet GR 4210003 Nord Karpathos und Saria, griechisch (Memento des Originals vom 13. Februar 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.minenv.gr
cite-note-66. â Leitfaden zum Aufbau des Natura-2000-Netzes in der Meeresumwelt, S. 62, europa.eu (PDF; 3,3 MB)
cite-note-77. â Natura 2000 â Chance fĂŒr Mensch und Natur, S. 15. (Memento des Originals vom 19. Dezember 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lnv-goeppingen.de (PDF; 160 kB)
cite-note-88. â IBA, GR 172 Saria Island and Northern Karpathos, englisch
cite-note-99. â Chrisovalandou Lane